5 Tipps für Redner vor der Kamera bei Online Events

Sind Sie als Redner bei einem virtuellen Event dazu geschaltet?

Mit diesen fünf Punkten kommen Sie bestens rüber!

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1.) Ausrichtung der Kamera: 
Noch nie durften wir Menschen aus so vielen abenteuerlichen Blickwinkeln betrachten: wir dürfen von oben ihre Kopfhaare bewundern oder von unten ihre Nasenlöcher. Oder sie blicken erst gar nicht in unsere Richtung sondern zeigen ihr graziles Profil, weil sie auf zwei Monitoren arbeiten und die Kamera halt „einfach irgendwo“ angebracht wurde.

Grundsätzlich ist es ja schön, seine Mitmenschen auch mal von einer anderen Seite kennenzulernen  – aber vielleicht wählen Sie dafür besser einen anderen Anlass? 😉

Wie Sie es besser machen:
Bringen Sie die Kamera auf Augenhöhe an. An dem Bildschirm, an dem Sie auch arbeiten. Schauen Sie geradeaus in die Kamera – so wie Sie es auch bei einem normalen Gespräch tun würden, wenn Sie ihren Gesprächspartner anschauen. Voila: Sie haben Ihren idealen Kameraspot gefunden. 

 

talhakhalil @pixabay

2.) Die Beleuchtung

Sie möchten Ihren Beitrag wie ein französisches Nouvelle Vague Kino inszenieren? Nur zu, dann setzen Sie sich gerne mit dem Rücken zum Fenster und arbeiten Sie mit starken Gegenlicht. Für alle Anderen gilt: sorgen Sie für eine Beleuchtung, die auf Sie ausgerichtet ist (und nicht den Hintergrund), die Sie in den Mittelpunkt stellt und kein Geheimnis aus Ihnen macht.

Und sollte das Licht draußen gerade wesentlich heller oder dunkler sein als in Ihrem Zimmer: Schauen Sie, daß Sie sich in dem Fall auch nicht mit dem Profil zum Fenster setzen.

Denn das könnte dazu führen, daß Ihre Zuschauer starke Kontraste auf Ihnen gezeichnet sehen. So wäre dann z.B. die eine Gesichts-/ Körperhälfte hell und die andere dunkel. Schön als Motto für den venezianischen Karneval – aber sicher wollen Sie in einer Business-Konferenz eine andere Wirkung erzielen. 

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3.) Ton und Akkustik:

Ein gut eingestellter Sound sorgt dafür, daß Sie auch gut von Ihren Zuhörern verstanden werden. Machen Sie einen technischen Soundcheck vorab um die Qualität Ihres Mikros und der Verbindung zu testen. Testen Sie auch gerne mal die Akustik der einzelnen Räume Ihrer Wohnung, Ihres Hauses oder Büros: je nachdem, ob der Raum hohe oder niedrige Decken hat, ob er klein oder groß ist und vor allen Dingen: wie viele Gegenstände sich darin befinden, schwankt die Tonqualität ganz erheblich.

Nicht umsonst sind unter Profibedingungen in einem Tonstudio die Wände komplett ausgekleidet mit reliefartigem Schaumstoff, um einen einwandfreien Klang herzustellen, über den sich jedes Ohr freut. 

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4.) Hintergrundbild: die berühmte „Zoom-Schneise“

Zugegeben: Video-Konferenzen von zu Hause aus erfordern von Jedem von uns auch mal ein bisschen Improvisationstalent in der Inszenierung – und auf Seiten der Zuschauer auch einfach mal, ein Auge zuzukneifen. Schliesslich sind wir nicht in perfekt designten und täglich frisch geputzten Firmenräumen, sondern schalten uns in einem Privathaushalt hinein.

Und so gilt für viele Menschen in diesen Zeiten, daß sie wahrlich schon genug Bälle zu balancieren haben in der Organisation ihres neu gestalteten Alltags, als auch noch parallel zweimal täglich feucht durchzuwischen. Aber zwischen Putzfimmel und einem grundsätzlich aufgeräumten Hintergrund liegt noch ein Unterschied. Was Sie optimal dastehen lässt im Bild:

a) ein möglichst klarer, aufgeräumter Hintergrund. Blanko oder klare Struktur und Linien, keine holprige Struktur, in der zig verschiedene Gegenstände unterschiedlichster Strukturen quer durcheinander stehen. Das lenkt nur von Ihnen als Speaker ab.
Getürmte Colakisten und Lavalampen im Hintergrund? Alle schon gesehen bei Online Events. 

b) keine starken Linien, die durch den Kopf gehen

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5.) Harmonische Bildeinstellung:
Wie nah/ weit sitzen die Speaker von der Kamera entfernt? Hier gilt als Faustregel: ein Portraitformat passt eigentlich immer gut.

Und wenn Sie wirklich für ein rundum harmonisches Bild sorgen wollen: achten Sie am besten darauf, daß gleich alle dazu geschalteten Redner und Experten den ungefähr gleichen Bildausschnitt haben. Die Wirkung können Sie zum Beispiel in einem kurzen optischen Check mit allen Speakern vorab testen, mittels einer Zoom Konferenz o.ä.